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Itaparica

Itaparica

Itaparica ist die große Insel in der Bucht Baía de Todos os Santos sowie ein gleichnamiger brasilianischer Landkreis der im Bundesstaat Bahia in Brasilien liegt. Die Hauptstadt der Insel trägt ebenfalls den Namen Itaparica.
Die Bevölkerung der Insel Itaparica wird mit über 21.000 Einwohnern angegeben.
Die Insel Itaparica mit ihren vielen Stränden liegt ca. 50 Minuten per Autofähre von Salvador entfernt. Eine Personenfähre bringt Besucher aus der Innenstadt von Salvador in 15 Minuten mit einem Katamaran-Schnellboot auf die Insel.
Drei Bootslinien fahren von Salvador nach Itaparica. Empfehlenswert sind die Boote vom Hafengebäude gegenüber dem Mercado Modelo, weil sie in 50 Minuten direkt nach Mar Grande fahren, wo die meisten Pousadas und Restaurants sind. Der Vorteil der Autofähre nach Bom Despacho ist, dass diese bis um 23:30 Uhr fährt. Am schnellsten ist der Catamaran, der aber nicht jeden Tag fährt. Wer die Insel ohne Mietwagen erkunden möchte, kann mit einem Combi (= Sammeltaxi, weisser VW-Bus) oder Taxi überall hin fahren.
Es gibt viele Hotels und Pousadas (= Pensionen, kleine Hotels) in verschiedenen Preisklassen und sind erheblich günstiger als die in Morro do Sao Paolo. Für lange Aufenthalte kann man in Betracht ziehen ein Haus zu mieten. Ferienhäuser und weitere Infos findet Ihr bei Itaparica-brasil.com..

Europäische Touristen sind hier weniger anzutreffen, obwohl die Insel nicht nur unendliche, schöne Sandstrände und eine üppig grüne Landschaft zu bieten hat, sondern auch leicht und sicher von Salvador zu erreichen ist.
Die Insel Itaparica, die die Einwohner von Salvador einfach Ilha = Insel nennen, gilt als Naherholungsgebiet von Salvador mit vielen touristischen Einrichtungen.
Itaparica ist ein alter Indianername und bedeutet grosse Mauer. Warum dieser Name gewählt wurde, wird klar wenn man bei Ebbe das Korallenriff, das vor der gesamten Orsküste die Wellen bricht, erblicken kann. In Nähe des Korallenriffs kann man gut tauchen. Ein beliebtes Ausflugsziel an den Wochenenden ist vor allem Mar Grande.
Itaparica-Stadt verfügt über einen Mineralwasser-Brunnen, ein altes Fort, alte Kirchen und andere historische Gebäude. Die Altstadt ist teilweise sehr ansprechend. Je weiter man sich jedoch dem Ortsrand nähert, desto mehr findet man ungepflegte, kleine Häuser und Geschäfte vor, die man auch überall im Hinterland von Bahia findet.

In unmittelbarer Nähe findet man den paradiesischen Strand Ponta de Areia mit sehr vielen Palmen und sehr hellem Sand. Während der Ebbe ist der Strand bis zu 80 Meter breit, bei Flut ist er dagegen sehr schmal. Aufgrund der Tatsache, dass der Strand an der grossen Allerheiligenbucht liegt, kommt es zu weniger Wellen und er ist sauberer als die Strände an der anderen Seite der Insel. Deswegen ist der Strand auch bei Windsurfern beliebt – hinzu kommen Windstärken von 3-5 ab den Nachmittagsstunden.

Etwas abgelegen ist die Ruine der ältesten Kirche der Insel, der Igreja do Senhor de Vera Cruz, die auch die drittälteste Kirche von Brasilien ist. Diese ist nur mit dem Taxi zu erreichen – jedoch auf jeden Fall einen Ausflug wert.
Wunderschön ist der alte Fischerort Cacha Pregos. Cacha Pregos bietet eine schöne Strandpromenade, es gibt viele Boote in der Mündung des Flusses und die Sonnenuntergänge, die man dort erleben kann, sind einmalig.
Empfehlenswert ist eine Tour mit dem Boot um die Südspitze der Insel herum zu den Mangrovenwäldern und den kleinen malerischen Inseln. Wer gerne an einem einsamen Strand sein möchte, kann sich zu einer kleinen Insel fahren lassen, die nur aus Sand und ein paar Strandpflanzen besteht und vor der Bucht liegt, wo mehrere Flüsse auf das Meer treffen. Dort kann die Strömung sehr stark sein.
Richtung Meer wird der weisse Sandstrand jedoch noch breiter, und die Strömung nimmt zunehmend ab. Es gibt eine kleine Brandung, in der die Kinder gerne spielen, ein paar Restaurants und einige Pousadas.

Der Itaparica-Stausee ist eine große Talsperre mit einem Wasserkraftwerk am São Francisco bei Itaparica und Paolo Afonso in Brasilien. Eine andere Bezeichnung der Stauanlage ist deshalb wahrscheinlich auch "Paolo Afonso".
Der Staudamm wurde von der Companhia Hidrelectrica do Vale do São Francisco (CHESF) erbaut. Das Absperrbauwerk besteht aus Erd- und Felsschüttung und ist 105 m hoch und 4700 m lang.
Das Staudamm-Projekt war umstritten, weil 40.000 bis 50.000 Menschen umgesiedelt werden mussten. Als im Februar 1988 der Einstau begann, waren alle Familien in neue Ansiedlungen umgezogen, wo sie neue Wohnungen oder ersatzweise Geldzahlungen bekamen.Der Stausee liegt auf der Grenze der Bundesstaaten Bahia und Pernambuco. Weiter oberhalb am Sao Francisco befindet sich der Sobradinho-Stausee.